Susi Bleuler hat viele Jahre in einem Kellerraum gearbeitet, wo ich sie mehrfach besucht habe. Die enorme Ernsthaftigkeit und Konsequenz mit der sie ihren eigenen Weg suchte und geht, weitab von allen Kunsttrends, das hat mein Interesse hervorgerufen. Da gibt es grosse Leinwände mit Köpfen, in deren Physiognomie die jeweils aktuelle Problematik der Künstlerin um Ausdruck ringt und eigene Formensprache findet. Daneben verformt sie giftige Bleiplatten zu Hüllen, denen das Menschliche entschlüpft ist, wie einem abgelegten Mantel. Durchaus politisch sind einige Arbeiten gemeint, in deren Inhalt sie sich mit Flucht, Feuersbrunst, Krieg, Armut oder dem Schmerz des Individuums auseinandersetzt und den Beschauer durch ihre Umsetzung dieser grossen Themen zu berühren sucht. Seit Susi Bleuler umgezogen ist in einen lichtdurchfluteten Raum, ist die Thematik ihrer Bilder abstrakter geworden. Die neuesten Acrylbilder lassen die Farben zu Emotionen werden.